Donnerstag, 15. April 2010

Link des Tages

Falls ihr mal eine richtig gute Rezension zu einem richtig grauenhaften Buch lesen wollt: bitte hier klicken. Das schlimme daran ist, daß ich dieses Buch sogar mal gelesen habe. Und noch schlimmer: ich habe sogar mehrere Bücher von dieser Autorin gelesen. Eins gräßlicher als das andere, und dieses hier war auf jeden Fall das schlimmste (und auch das letzte, das ich las). Zu meiner Entschuldigung kann ich nur vorbringen, daß dies irgendwann Anfang der 90er Jahre war. Damals hatte ich noch kein Auto und mußte jeden Tag 2 - 3 Stunden in diversen Straßenbahnen und Bussen und natürlich an wartend an Haltestellen verbringen. Also: großer Bedarf an Büchern, wenig Knete, Amazon noch lange nicht erfunden und keine Zeit in die Bücherei zu gehen = alles lesen, was der Taschenbuchstand bei Woolworth in Dortmund-Hörde halbwegs preisgünstig hergab. Tragisch auch, daß die Autorin wirklich klasse schreiben kann, jedenfalls fand ich das damals - natürlich habe ich die deutschen Übersetzungen, nicht die Originale gelesen. Aber leider waren ihre Helden samt und sonders solch riesige Arschlöcher, daß selbst die mißratenen Kreaturen von Shannon McKenna oder auch dieser verachtenswerte Jake dagegen so harmlos wie flauschige, liebenswerte Osterhäschen wirken.

Kommentare:

  1. Uiuiuiuiui … selbst der Kerl aus "Whitney, my Love" ist ein Waisenknabe dagegen? Über den hab ich schon viel gehört, bislang hab ich mich aber geweigert, mir das anzutun … Kennst du "Whitney", Susi?

    Ich hab gerade mit einigem Entsetzen festgestellt, dass das Monson-Buch tatsächlich in meinem Regal steht (mein Regal ist wirklich eine Wundertüte!). Vielleicht sollte ich mir das mal als Nachfolger für Kingsley in der Rubrik Unsinn-lesen vormerken. Andererseits, nach allem, was ich in dem verlinkten Verriss gelesen habe, würde mich das Buch vermutlich extrem wütend machen …

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  2. Ne, Whitney, my Love hab ich auch nicht gelesen. Habe gehört, daß der "Held" darin die Heldin vergewaltigt und auspeitscht *grusel*

    Also ich würde dein Unsinn-lesen lesen, wenn du dir das Monson-Buch vornimmst, aber es ist wirklich nichts für schwache Nerven. Oder Menschen mit einer Neigung zu hohem Blutdruck :-0

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  3. Ich kenne zwar all die anderen die du erwähnst gar nicht, aber ich liebe Mckennas mißratene Kreaturen, allen voran Spanner-Seth LOL .... okay, im wahren Leben würde ich sie wohl nach 3 Minuten erschießen wollen, aber in den Büchern waren sie doch interessante Leseobjekte ;)

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  4. Ha, dieser Seth wäre für mich nur dann ein interessantes Leseobjekt, wenn er als mörderischer Psychopath in einem Tess Gerritsen Buch auftaucht ;-) Ich kann mir gut vorstellen, wie er seinen Job verliert und beim Arbeitsamt nach einer Umschulung fragt. Der Sachbearbeiter wird ihn nach seinen Fähigkeiten und Kenntnissen fragen, und Seth wird ihm eine Ausgabe von "Behind Closed Doors" in die Hand drücken. Der Sachbearbeiter wird das Buch durchblättern, und dann wird er strahlen: "Was für ein Talent! Sie sind genau der richtige für unseren Lehrgang 'Serienmord, Psycho- und Soziopathie: ein Aufbaukurs für perverse Verbrecher, die mehr wollen'"

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